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Jahwe

 
       
  Jahwe, hebr.: JHWH geschrieben, weil die hebr. Schrift keine Vokalzeichen kennt. Der Name Gottes bei den Juden, der aus religiösen Gründen nicht ausgesprochen werden durfte und durch Adonay (Herr) oder Elohim ersetzt wurde. Später vokalisierte man JHWH mit den Vokalen von Adonay (a, o, a), woraus sich im 11. Jh. die falsche Form Jehova entwickelte. Aus Tabugründen durfte das a nicht gebraucht werden.

Name Gottes im Alten Testament; da die hebräische Sprache über keine Selbstlaute (Vokale) verfügt, ist die genaue Aussprache dieses Wortes ungeklärt. Im Hebräischen besteht der Name aus den vier Buchstaben Yod, He, Vau (oder Waw), He, deshalb wird er auch Tetragrammaton (Vierbuchstabiger) genannt. Die genaue Aussprache dieses höchsten Namens Gottes war geheim. Immer wenn der Hohe Priester im Tempel den Namen aussprach, wurde mit Glocken etc. Lärm erzeugt, um es den Gläubigen unmöglich zu machen, die Aussprache des Namens zu hören. Im Alten Testament wurde statt des Tetragrammatons auch oft Adonai gesagt. Eine andere Ausspracheversion ist Jehovah. Der vierbuchstabige Name Gottes wurde auch als eine mächtige Zauberformel angesehen. Wer die richtige Aussprache kenne, könne Himmel und Erde erzittern lassen, hieß es. In der Magie wurde jeder Buchstabe einem der Elemente zugeordnet. Yod Feuer, He Wasser, Vau Luft, End-He Erde.

Jahwe Der hebräische Text des Alten Testaments schreibt den Gottesnamen als «Tetragramm » (Vierbuchstabenname) mit den vier Konsonanten JHWH, deren ursprüngliche Aussprache nicht überliefert ist. Später wurden diese Konsonanten aus Scheu vor dem heiligen Namen mit den Vokalen des Wortes adonaj «mein Herr» versehen und auch so ausgesprochen. Im Mittelalter entstand, als Mischform aus den Konsonanten und den hinzugefügten Vokalen, die christliche Lesung Jehova. 1. Vielleicht geht der Jahwename auf einen kultischen Ruf oder «Urschrei » zurück: «ja hu wa » : «ach, er ist’s! » Das Alte Testament gibt selbst Deutungen des Gottesnamens. «Ich werde sein, der ich sein werde.» (2. Mose 3, 13 f.) Diese Textstelle hat viele Spekulationen ausgelöst. Die griechische Übersetzung der Selbstbezeichnung Gottes lautet: «Ich bin der Seiende.» Die Einführung des Namens Jahwe für Gott scheint eng mit der Person des Moses zusammenzuhängen. Wenn hingegen von den göttlichen Taten der Urzeit die Rede ist, wird häufig die allgemeine Bezeichnung Elohim (Gott) verwendet. Die Bemühung, ursprünglich unterschiedliche Götter unter einem einzigen Begriff zu vereinen, spricht aus Mose 6, 2 ff.: «Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin Jahwe. Dem Abraham, Isaak und Jakob bin ich unter dem Namen El Schaddaj erschienen; aber in meinem Namen Jahwe bin ich ihnen nicht bekannt geworden.» Wahrscheinlich waren der « Gott Abrahams », der « Gott Isaaks » (auch der « Schreck Isaaks » genannt [1. Mose 31, 42]) und der « Gott Jakobs» (nach 1. Mose 49, 24; Jes. 49, 26 auch der « Starke Jakobs ») drei unterschiedliche Vätergottheiten. Das Alte Testament hat Religionsformen aus der Zeit vor Moses unter der Vorstellung, dass Jahwe auch an den «Vätern » gehandelt habe, harmonisierend dem Jahweglauben eingeordnet. (Israel) 2. Der Jahwe des Alten Testaments tritt als Gott Israels auf: « Ich bin Jahwe, dein Gott vom Lande Ägypten her.» (Hos. 13, 4; vgl. 2. Mose 20, 2 f.; 5. Mose 5, 6 f.) Damit wird zunächst nicht auf urzeitliche Gegebenheiten (wie es in unzähligen Göttermythen der Fall ist), sondern auf angebliche Ereignisse in der Geschichte zurückgegriffen. Auf Geheiß Jahwes führte Moses das Volk Israel aus der «Knechtschaft» Ägyptens (2. Mose 15, 21). Der - Exodus ist das wunderbare Geschehen schlechthin. Da in Wirklichkeit nicht alle Ahnen Israels, sondern nur eine kleine Gruppe (vielleicht das «Haus Joseph ») den Auszug aus Ägypten erlebt hat, muss davon ausgegangen werden, dass der Jahweglaube erst später zum Gemeinbesitz Israels wurde. Vielleicht war Jahwe ursprünglich eine Gottheit, die an einem Götterberg in der Wüste von (midianitischen) Gruppen verehrt wurde (2. Mose 18). Der Gott des Alten Testaments ist in erster Linie der Gott der «Herausfüh rung Israels aus Ägypten ». Durch die 4 Schöpfungsmythen der kanaanäischen Umwelt herausgefordert, formulierte Israel schließlich auch seine eigene Ansicht von Jahwe als dem «Schöpfer Himmels und der Erden ». Der Schöpfer war ursprünglich der « Höchste » in einem Kreis von Göttern, später blieb für einen zweiten Gott neben ihm kein Raum mehr (1. Mose 14, 1820). Jahwe trat an den Anfang der Geschichte der Welt und des Menschen. Neben dem Titel des « Schöpfers » wurde Jahwe auch derjenige des «Königs» verliehen: « Jahwe ist König» (Ps. 93, 1; 96, 10). Vielleicht drückt sich auch darin der Eintritt des Gottes Israels ins kanaanäische Götterpantheon aus; Jahwe übernimmt die Stelle des « Königs » im Himmelreich und degradiert die anderen Götter zu bloßen Engelwesen. Deshalb konnte die Bezeichnung El, der Name des höchsten Gottes der Kanaaniter, unbekümmert auf Jahwe übertragen werden. Auch Baalja («Jahwe ist Baal ») wurde er bisweilen genannt, bis Elia und Hosea zur Abwehr des Baalsultes aufriefen (Baal: Natur und Bauerngott, Herr der Erdscholle in der kanaan itischen Religion). Nachdem « Israel » aus Ägypten geflohen war, hielt es sich lange Zeit in der Wüste auf. Da erschien Jahwe in erschreckender Gestalt, in Feuer und Erdbeben, auf dem Berg Sinai (2. Mose 19), bevor er dem Volk die Zehn Gebote gab. Am Fuß des Berges kam es zu einem « Bundesschluss » zwischen Gott und Volk. Der «Bund», den Jahwe schon den Vätern « zugeschworen » hatte (5. Mose 7, 8), bedeutete die «Verheißung des Landes ».

Name des >Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs< bzw. Israels. 2 Mose 3,14 mit >ich bin, der ich bin< (oder >ich werde (da)sein, als der ich (da)sein werdeJehova, Erlösung; glauben; heilig; Jude; Gott; Bund
 
 

 

 

 
 
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