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Geschlechtsunterschiede, psychische, die allgemein verbreiteten Ansichten über p. G. — z. B. Männer seien rationaler, Frauen emotionaler, Männer schöpferischer, Frauen stärker der Zuwendung fähig, usw. — kennzeichnen wahrscheinlich eher eine kulturtypische Spezialisierung als einen geschlechtsspezifischen Unterschied, doch die Frage — umweltbedingt oder angeboren — ist von der Ps. noch keineswegs beantwortet worden. Auch die Pps. beschäftigt sich mit dem Problem der p. G. So schrieb bereits Paracelsus: »Die Frauen übertreffen in solchem Imaginieren [gemeint hier: mentalsuggestive schädigende Beeinflussung] die Männer, denn sie sind hitziger in der Rache.« Manche Autoren glauben, bei der Telepathie seien die Männer bessere Sender, die Frauen bessere Empfänger. Selbst wenn das wahr sein sollte, bleibt offen, ob sich hier vielleicht nicht nur ein kulturell tradiertes Vorurteil als sog. »self-fulfilling prophecy« erweist. |
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